|
|
PLANUNGSBÜRO OERTEL Dipl. Bauing. Matthias Oertel |
|
|
|
|
Aktuelle Gutachten |
|
Oktober/November 2009
Falsche Bauwerksabdichtung und Dränage
Durch fehlende und falsch ausgeführte Mauerwerksabdichtungen ist im Innenbereich des Gebäudes unweigerlich mit Feuchte zu rechnen. Hierbei ist die Abdichtung nach DIN 18 195 lediglich als Mindestforderung einzuhalten.
| Die angebliche Vertikalabdichtung auf einem Außenputzstück ist hier nur ein hauchdünner bituminöser Anstrich, völlig entgegen dem Regelwerk für Bauwerksabdichtungen |
| Falsch ausgeführte Dränage: - fehlender Filtervlies bei
Ausführung als Stufenfilter
- höhenmäßig falsch verlegtes Dränrohr gegenüber der Bodenplatte - fehlerhafte Ummantelung des Dränrohres Durch fehlerhaft ausgeführte Dränage wird der Lastfall nicht drückendes Sickerwasser nicht erreicht, was wiederum eine besondere/andere Vertikalabdichtung des Mauerwerkes nach DIN 18 195 erfordert. So stehen nach Regelwerk ausgeführte Dränage und Vertikaldichtung des Mauerwerkes in einem unmittelbaren Zusammenhang |
| Bauschäden an ca. nur 12 Jahre
alten Holzfenstern |
![]() |
Die Ursache dieses Schadbildes liegt in mehreren Gründen:
- baukonstruktiv ungünstiger/falscher Einbau; keine Fensterleibungstiefe ungeschützte, exponierte Wetterlage, Gauben sind ohne Dachüberstand
- das Fensterblech ist waagerecht ausgebildet, dadurch Wasser- und Schneesackbildung
- gerissene Blechnähte; dadurch dringt Wasser unter das Fensterblech
- möglicher, der exponierten Wetterlage, nichtangepasster notwendiger Holzschutzanstrich
- mangelnde Anstrichpflege
- das Holz der Fenster war möglicher Weise pilzvorgeschädigt, bzw. ungeeignete Holzart für Fensterbau
(...Holzfeuchte?, ...zu schnelle Trocknung?, ..Holz mit Bläue?, ...keine sorgfältige Holzauswahl?)
es stellt sich dadurch die Frage, warum sind oftmals ältere Fenster (gefertigt vor ca. 30 Jahren) noch haltbarer und nicht schadträchtig wie Fenster aus neuerer Zeit?
wurden da vorgenannte Faktoren durch Handwerker- und Sachverstand mehr beachtet?
Riss und Putzabplatzung in einer Wohnungstrennwand

Ursache:
- zu hohe Durchbiegung der darüber befindlichen Stahlbetondecke
- die unter der Wand befindliche Decke kann die Durchbiegung nicht aufnehmen/weiterleiten, da unter dieser Wand ein starrer Auflagerpunkt ist
- somit "bleibt" die Durchbiegung der darüber befindlichen Decke in der Wand und es kommt zum Riss
Schimmelbildung in Wohnungen
Ein ewiger Dauerbrenner! Meist sind ursächlich 2 Faktoren:
- geometrisch ungünstige Wärmebrücken, d.h. an baukonstruktiv ungünstigen Innenwandseiten kühlt sich die Raumluft (-temperatur) mit den
darin befindlichen Wasserdampf (Luftfeuchte) ab und es kommt zum Tauwasserausfall oder zu einer relativen Luftfeuchte von ca. ab 75%, und damit Schimmelbildung
- die Raumtemperatur wird aus energetische Gründen seitens des Mieters zu gering gehalten und eine erforderliche Raumlüftung erfolgt
nur mangelhaft; siehe vollgestellte Fensterstöcke mit Pflanzen, Fischaquarien usw.
Ursachen jetzt feststellbar über digitale Langzeitmessungen
Durch digitale Langzeitmessungen kann die Ursache, ob es ein Baufehler oder ob es Mieterverhalten ist, jetzt einfach herausgefunden werden.
3 Sonden messen über eine längere Zeit die raumklimatischen Daten gleichzeitig. Speziell in Raummitte und an den kritischen Innenseiten der Außenwände.
Über ein modernes Computerprogramm werden die Daten eingelesen, die Ursache ergründet und durch den Sachverständigen bewertet.